Wer in der Stahlindustrie, im Tunnelbau oder in der Zementherstellung arbeitet, kennt die Herausforderung: Hitze, Staub, enge Platzverhältnisse und harte Materialien fordern Maschinen und Bediener gleichermaßen. Standardlösungen stoßen da schnell an ihre Grenzen.
Deshalb entwickelt TML nicht einfach nur Maschinen – sondern durchdachte Systemlösungen. Im Zentrum steht der UNIDACHS – eine kompakte und teleskopierbare Arbeitsmaschine. Was ihn wirklich besonders macht, ist jedoch seine Wandelbarkeit: Mit den passenden Anbaugeräten wird aus dem UNIDACHS ein präziser Brecher, ein robuster Bohrer oder ein feinfühliger Greifer.
Und mittendrin: ein Werkzeug, das sinnbildlich für TMLs Philosophie steht – der Ausbrechzahn.
Der Ausbrechzahn ist weit mehr als ein Reißzahn. Er ist ein echter Problemlöser für Arbeiten in besonders heißen Umgebungen.
Mit einer Hitzebeständigkeit von bis zu 1.400 °C ist er überall dort im Einsatz, wo andere Werkzeuge längst aussteigen. In Gießpfannen, Konvertern oder Elektroöfen bewährt er sich täglich beim Lösen und Entfernen von feuerfestem Material. Das Entscheidende dabei: Er kommt ohne die empfindliche Hydraulik an seiner Spitze aus. Dadurch ist er auch in extremen Temperaturbereichen voll einsatzfähig.
Hervorzuheben ist außerdem, dass die Schlacke schonend entfernt werden kann, ohne die Ausmauerung zu beschädigen.
Die mechanische Arbeitsweise bringt gezielt Kraft ins Material – ohne die umliegende Struktur unnötig zu belasten. Im Gegensatz zu Schlagwerkzeugen wird nicht gehämmert, sondern gedrückt, geschoben und gehebelt. Die Krafteinwirkung erfolgt somit hauptsächlich weg vom Material, das geschützt werden soll. Ausbleibende Vibrationen helfen dabei, die permanente Auskleidung zu erhalten und Sekundär-Schäden zu vermeiden.
Der Ausbrechzahn ist in verschiedenen Varianten verfügbar – vom einfachen Zahn mit wechselbarer Spitze bis hin zum doppelt gepanzerten Modell mit zusätzlichem Reißzahn. Ein optionales Schnellwechselsystem erlaubt das direkte Montieren weiterer Werkzeuge wie Hämmer, Fräsen oder Bohrer – mit nur zwei Bolzen.




Wenn es darum geht, hartes Material schnell und effizient zu zerkleinern, kommen Hydraulikhämmer zum Einsatz. Die Modelle von TML decken ein breites Einsatzspektrum ab. Mit Schlagenergien von mehreren hundert bis über 3.000 Joule bearbeiten sie zuverlässig Schlackenreste, Beton, feuerfestes Ausbruchmaterial und aufgespritzte Auskleidungen. Dabei sind die Geräte so ausgelegt, dass sie auch in der staubigen und ruppigen Umgebung von Stahlwerken, Tunneln und Bergwerken lange durchhalten. In den meisten Anwendungsfällen sind auch vorherrschende Hitzeentwicklungen kein Problem.
Bei sehr hohen Temperaturen kommen dann aber eher Pneumatikhämmer zum Einsatz. Diese funktionieren nicht hydraulisch, sondern mit Druckluft – und halten extremen Temperaturen stand. Gerade in Konvertern oder Elektroöfen ein großer Vorteil. Die heißen Öfen müssen nicht erst abkühlen, Wartezeiten fallen weg und eine deutliche Zeitersparnis ist das Ergebnis.
Einziger Nachteil: Ein leistungsfähiges externes Druckluftsystem ist Voraussetzung.
Nicht immer geht es ums Grobe. Oft muss Material kontrolliert abgetragen oder müssen Oberflächen profiliert werden. Hier kommen Hydraulikfräsen zum Einsatz. Die Fräsköpfe sind mit verschleißfesten Zähnen bestückt und sind je nach Anwendung als Quer- oder Längsfräsen erhältlich.
Ob in Hochofenrinnen, Tundishes oder im Tunnelbau: Mit Drehmomenten von bis zu 5.200 Nm und Schneidkräften von über 25.000 N entfernen sie auch hartnäckige Materialreste schnell und präzise. Verschiedene Baugrößen ermöglichen den Einsatz auf kleineren wie größeren Maschinen.


In rauen Umgebungen wie Minen, Tunneln oder Rückbauprojekten ist kraftvolles Zerkleinern eine der zentralen Aufgaben. Auch in Stahlwerken wird Schrott zum Schmelzen zerteilt. Dafür bietet TML verschiedene spezialisierte Anbaugeräte an – etwa Hydraulikscheren oder Abbruchzangen, die selbst armierten Beton oder massives Metall mühelos durchtrennen.
Hydraulikscheren sind so konstruiert, dass sie Bewehrungsstahl oder zum Beispiel Profile und Rohre aus Stahl mit bis zu 70 mm Durchmesser präzise und wiederholbar schneiden. Dabei greifen sie auf hohe Schneidkräfte von teils über 1.000 kN zurück und verfügen über robuste Schneiden, die sich schnell tauschen lassen.
Abbruchzangen werden vor allem beim primären und sekundären Rückbau eingesetzt – etwa beim Aufbrechen von Stahlbeton oder beim Vorbereiten von recycelbarem Material. Durch ihre massive Bauweise und hohe Backenschließkraft eignen sie sich auch für besonders hartnäckige Einsätze.
Greifer kommen – wo nötig – ergänzend zum Einsatz, etwa zum Aufnehmen von ausgebrochenem Material. Die Rolle des Greifers ist dabei funktional unterstützend.
Auch klassische Löffel haben ihren Platz im Werkzeugportfolio. Für den UNIDACHS gibt es Tieflöffel in zahlreichen Varianten – zum Beispiel mit und ohne Zähne, in Größen von 0,175 bis 0,8 Kubikmetern. Spezielle Grabenräumlöffel mit bis zu 2 Metern Breite sind für flächige Einsätze ideal, etwa beim Entfernen von Schlacke oder beim Bodenausgleich.
Ein besonderes Highlight ist der Reißhakenlöffel – eine clevere Kombination aus Löffel und Zahn. Er kann ohne einen Werkzeugwechsel sowohl ausbrechen als auch das gelöste Material aufnehmen. Vor allem bei engen Zeitfenstern oder schwer erreichbaren Stellen ein großer Vorteil.


Einige Werkzeuge sind so speziell, dass sie nur in ganz bestimmten Prozessen zum Einsatz kommen – aber dort unverzichtbar sind.
Dazu gehören die verschiedenen Bohrsysteme:
Der Abstichlochbohrer beispielsweise wird direkt auf dem Ausbrechzahn montiert und bohrt über die Drehbewegung des Arms präzise Öffnungen in Konverterwände. Der EBT-Bohrer für Elektroöfen ist selbst angetrieben, da er nicht in der Rotationsachse des Arms arbeitet. Er ist auf Bohrungen von unten ausgelegt. Beide Systeme arbeiten kraftvoll, sicher und werden je nach Einsatz an die Begebenheiten im Kundenwerk angepasst.
Ein weiteres Beispiel: der Spülsteindrücker. Er dient dazu, poröse Stopfen aus Gießpfannen zu entfernen. TML bietet dafür verschiedene Varianten an – eingespannt, verbolzt oder sogar selbstverriegelnd. Letztere steht auf als Dreibein und verriegelt sich hydraulisch in Position, während der Bediener aus sicherer Entfernung steuert.
Was alle Werkzeuge gemeinsam haben: Sie lassen sich mit wenigen Handgriffen montieren – oft mit einem robusten Zwei-Bolzen-System. Das spart Zeit, reduziert Stillstand und macht den UNIDACHS im täglichen Einsatz extrem flexibel.
Mit einem weiteren Schnellwechsler, können die Werkzeuge halbautomatisch gewechselt werden. Zum Lösen des Werkzeugs wird mit einem Hebel die Verriegelung gelöst. Beim Aufnehmen des neuen Werkzeugs verriegelt es sich über die Schwerkraft automatisch. Jedes Werkzeug kann mit einer Adapterplatte für diesen Schnellwechsler ausgestattet werden.
Gerade in Betrieben mit mehreren Arbeitszyklen pro Schicht ist das ein enormer Vorteil.
Der UNIDACHS ist eine starke Maschine. Aber seine wahre Stärke entfaltet er durch die passende Kombination aus Werkzeug und Anwendung. TML liefert dafür nicht nur ein einfaches Produktsortiment – sondern ein System: modular, leistungsfähig und für extreme Bedingungen gemacht.
Ob beim Ausbrechen eines Konverters, beim Profilieren eines Tunnels oder beim Entfernen von Spülsteinen: Die Anbauwerkzeuge von TML sind exakt für diese Aufgaben entwickelt – und lassen sich individuell anpassen. So entstehen aus komplexen Anforderungen einfache, zuverlässige Lösungen.
Sie planen ein Projekt mit extremen Bedingungen?
Dann sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gern zur optimalen Werkzeugkonfiguration für Ihren UNIDACHS.